Am Fluss

Geschichten für die Menschenrechte #3

Mit so viel Empfang hatten sie nicht gerechnet: Nach vielen Stunden Marsch durch den Regenwald von Panama, nachdem sie einen Fluss durchquert hatten, erreichten die MitarbeiterInnen des ClimAccount Projektes eines jener Dörfer, die sie veranlasst hatten, nach Mittelamerika zu reisen. Viele BewohnerInnen des Dorfes, Angehörige des indigenen Stammes der Ngäbe-Buglé, hatten sich an diesem Nachmittag versammelt, um den Besuch zu begrüßen.
Die DorfbewohnerInnen begannen unmittelbar zu erzählen, zu zeigen, zu verdeutlichen, wie sich der Bau des Barro Blanco-Staudamms auf ihr Leben und ihren Lebensraum auswirkt. Denn der Lebensraum wird seither immer enger.

Eingriffe, die das Leben verändern
Ein ganz anderes Bild bot sich in Uganda: Dort existieren die ursprünglichen Dörfer nach dem Bau des Bujagali-Staudamms nicht mehr. Die ehemaligen BewohnerInnen waren umgesiedelt worden, bevor ihre Hütten geflutet wurden. Die Häuser, die den Menschen als Ersatz zur Verfügung gestellt wurden, sind solide gebaut. Aber das Dorfleben hat sich verändert: Viele ehemalige BewohnerInnen sind gar nicht erst hierher gezogen. Denn: Nahrung oder Arbeit finden sie dort kaum. Der Fluss, der ihre Lebensgrundlage war, in dem sie über Generationen Fische gefangen hatten, ist jetzt zu weit weg.

Das ClimAccount Projekt verdeutlicht, wie unterschiedlich sich klimapolitische Projekte und Maßnahmen auswirken.

Unterstützen Sie das Projekt „Am Fluss”
Ermöglichen Sie den MitarbeiterInnen des BIM, den Zusammenhang von
Klimawandel und umweltpolitischen Maßnahmen auf die Menschenrechte zu erforschen.

Mehr Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie von

Dr. Monika Mayrhofer
monika.mayrhofer@univie.ac.at