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8. Mai: Sprachenrechte

 zum polis aktuell 5/2021: Sprachenrechte

Autorinnen: Susanne Fraczek, Ingrid Ausserer, Patricia Hladschik

In Österreich gibt es – wie in jeder migrationsgeprägten Gesellschaft – Mehr- und Vielsprachigkeit. Die Sprachen der über Jahrzehnte zugewanderten Arbeitskräfte, geflüchteter Menschen oder von TouristInnen aus aller Welt prägen unseren Alltag – je nachdem, wo wir in Österreich wohnen, manchmal mehr als die Sprachen der sieben offiziell anerkannten Minderheitensprachen (Burgenlandkroatisch, Romani, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch, Ungarisch und die Österreichische Gebärdensprache).

Das Thema Sprachen und Sprachenrechte polarisiert und wird gesellschaftlich kontrovers diskutiert. SprecherInnen bestimmter Sprachen müssen vielfach energisch und lange um ihre Rechte kämpfen sowie Stigmatisierungen ertragen. Die österreichische Debatte um Sprachenrechte umfasst die Sprachen der anerkannten Minderheiten und die Sprachen der zugewanderten Bevölkerungsgruppen. Politikfelder, die sich immer wieder mit Sprachenrechten befassen sind die Bildungspolitik (Stichwort: Deutsch als Unterrichtssprache) und die Integrationspolitik (Stichwort: Staatsbürgerschaft/Fremdenrecht und Sprache).

Das Heft bietet Ihnen Basisinformationen, bereitet den internationalen und europäischen Rechtsrahmen auf, geht auf die österreichische Situation ein und beleuchtet das Wechselspiel von Sprachenrechten und weiteren Menschenrechten (Recht auf Information, Recht auf Bildung, Recht auf Gesundheit etc.).

Der schulische Kontext wird anhand folgender Fragestellungen genauer betrachtet.

  • Was haben Sprachenrechte mit Kinderrechten zu tun?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Unterrichtsprinzip Interkulturelle Bildung und Sprachenrechten?
  • Welche Bedeutung hat Mehrsprachigkeit für die Schule?

Ö1 Radiokolleg: Ich verstehe! Ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit (3. Mai, 9:05 Uhr, auch später zum Nachhören)

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